13. Januar 2012

'Tucker and Dale vs. Evil' (2010) Review

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'Tucker and Dale vs. Evil' ist eine Buddy Comedy im traditionellen Sinne mit einer kleinen, nicht allzu oft dagewesenen, Wendung. Jawohl auch hier geraten zwei Kumpel unschuldig in haarsträubende Situationen aber es geht ausnahmsweise nicht um Gangster, College oder einen Roadtrip. Tucker und Dale geraten in einen astreinen Hinterwäldler Horrorszenario. Und das Ganze ergab sich wie folgt: Tucker (Alan Tudyk aus 'Firefly') und Dale (Tyler Labine aus der 'Reaper' TV Serie) wollen Tuckers neue Hütte in den Wäldern auf Vordermann bringen als sie bei einem Zwischenstop auf eine Gruppe Collegekids treffen, die einen Wochenendausflug machen.

Obwohl die beiden richtig nette Kerle sind ist ihr hinterwälderlerisches Aussehen dem Vertrauen der Kids nicht grade zuträglich. Eine nett gemeinte Kontaktaufnahme von Dale führt zur überhasteten Flucht der Gruppe. Man kann ja nie wissen. Wie der Zufall nun einmal so spielt, begegnet man sich immer zweimal und das ist hier nicht anders. Beim Angeln retten Tucker und Dale die Junge Allison vor dem Ertrinken und die Reihe der unglücklichen (und manchmal unglaublichen) Verwechselungen und Fehlinterpretationen nimmt seinen Lauf. Natürlich denken die Kids, das die beiden Allison (Katrin Bowden, die Büroblondine aus '30 Rock') töten wollen und nehmen Reißaus. Weil unseren beiden Helden nichts andres übrig bleibt, nehmen sie Allison mit in ihre Hütte und pflegen sie gesund.

Bei dem Versuch Allison aus den Fängen ihrer 'Entführer' zu befreien, stolpern die Kids nach und nach in ihre eigenes Verderben. Man rennt aus versehen in spitze Äste, spiest sich mit Pfählen auf oder springt in laufende Häcksler. Tucker und Dale sind mit der Situation etwas überfordert und wissen nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Das glaubt ihnen sowieso niemand. Also machen sie, was jeder machen würde: sie versuchen das Ganze zu vertuschen. Leider taucht in diesem Moment der Sheriff mit den restlichen Jugendlichen auf. Es versteht sich von selbst, das auch er einen recht ungewöhnlichen 'Unfalltod' stirbt. So geht die Story weiter, bis zum Showdown zwischen Dale und Chad, dem Anführer der Kids, der selber eine dunkle Vergangenheit hat.

Labine und Tudyk sind die perfekte Besetzung für die etwas 'gutgläubigen' Kumpel aus dem Hinterland. Überrascht war ich von der durchweg sympathischen Vorstellung von Katrin Bowden. Ich bin eigentlich kein Fan ihrer Rolle in '30 Rock' und habe hier auch nicht viel mehr als die typische Cheerleader Nummer erwartet. Die Gags sind durch die Bank solide und es gibt ein paar deftige Schenkelklopfer, die die haarsträubende Story leicht vergessen lassen. Ähnlich wie die 'Scary Movie' Reihe werden auch hier sämtliche Horrorklischees bedient. Von der einsamen Hütte im Wald über die Teeniegruppe am See bis hin zum Kettensägen- und Axtmörder wird hier nichts ausgelassen.

Die Effekte sind glücklicherweise überwiegend praktischer Natur und mit CG wurde extrem sparsam umgegangen. Auch von weiteren Experimenten wurde abgesehen. Der Film wird nicht, wie heute viel zu oft, in einem Grün- oder Blauton gefilmt, sondern beschränkt sich auf das Einfangen der natürlichen Umgebung. Regisseur und Drehbuchautor Eli Craig liefert mit seinem ersten abendfüllendem Film eine solide Leistung ab.

Alles in Allem ein kurzweiliger Spass für den Abend mit Bier und Kumpels, bei dem nicht unbedingt Tiefgang gefragt ist. Leihen kann man sich den Film in jedem Fall, ein Kauf bietet sich bei günstiger Gelegenheit an. Über den Link weiter links könnt Ihr die Preise bei Amazon vergleichen und Euch gegebenenfalls eine eigene Meinung bilden.





Tucker and Dale vs. Evil (2010)

Reviewed von Frank Voigts am



WERTUNG: 4 / 5