04. September 2014

'Flug 7500' (2013) Filmkritik

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Wenn wir eines von 'Flug 7500' lernen können, dann ist dies Folgendes: nicht nur Flüge an sich haben manchmal erheblich Verspätung, nein, auch Filme mit Flugzeugen verpassen ihre eigentliche Ankunftszeit oft um Einiges. Im Falle von 'Flug 7500' sind dies ziemlich genau zwei volle Jahre. Ihr habt richtig gehört ... eigentlicher Premierentermin war für den August 2012 angesetzt. Seit dem wurde der Start mehr als drei mal neu terminiert und dann doch wieder verschoben. In die Kinos hat es der Streifen hierzulande nicht geschafft und landet so direkt auf den kleinen Silberscheiben bei euch zu Hause. In den USA ist ein limitierter Kinostart für Ende des Jahres geplant (falls sich das nicht auch wieder ändert).

Manche behaupten, die ganzen Verzögerungen könnten mit der Qualität des Films zu tun haben und der daraus resultierenden fehlenden Bereitschaft des Studios den Film entsprechend zu pushen. Wenn man bedenkt, das es sich hier nicht um eine kleine Indieproduktion handelt, sondern um den aktuellen Streifen vom 'The Grudge' Schöpfer Takashi Shimizu, der mit Leslie Bibb, Ryan Kwanten und Amy Smart eine durchaus beindruckende Reihe von bekannten Hollywoodgrößen aufweisen kann, könnte man schon skeptisch werden. Ob diese Zweifel angebracht sind, erfahrt ihr jetzt.

Fliegen ist sicher

Auf einem Flug von Japan in die USA trifft die Maschine auf extrem starke Turbulenzen. Kurz darauf verstirbt ein Passagier auf mysteriöse Weise. Wohin mit der Leiche? Da man den guten Mann nicht zwischen den Passagieren sitzen lassen kann, wird kurzerhand die erste Klasse geräumt und in eine Leichenhalle umfunktioniert. Damit fangen die Probleme aber erst an. Dinge bewegen sich, es sind Erscheinungen zu sehen und unheimliche Stimmen verfolgen die Passagiere. Zu guter letzt verschwindet auch noch die Leiche. Ganz klar, an Bord befindet sich etwas Übernatürliches.

Welche Story?

Das ist es im Prinzip auch schon. Eine Story wird zugunsten von Atmosphäre auf das Nötigste zurück gestutzt. Das sollte niemanden verwundern, der um den Background von Regisseur Takashi Shimizu weiß. Der Mitbegründer der neuen Welle des asiatischen Horrors ist ein starker Verfechter der 'Atmosphäre über Story' Fraktion. Nicht das hier komplett hirnlos operiert wird, die alten 'Ju-on' Filme waren schon tief in traditionellen japanischen Geistergeschichten verwurzelt, bloß Schwerpunkt der Filme war immer die beunruhigende Stille mit den vereinzelten Schockmomenten. 'Flug 7500' haut in die gleiche Kerbe, obwohl es eine deutlich erhöhten Anteil an Action gibt. Dies ist wohl der Ausrichtung auf ein internationales Publikum zu schulden, denn dies ist Shimizus erster englischsprachige Film. Bis jetzt hat er vorrangig für den japanischen Markt gearbeitet.

Der Film an sich ist solide zusammengeklöppelt. Gute Kameraführung mit tollen Bildern und durch die Bank gute Schauspieler überzeugen. Wo wir grade bei den Schauspielern sind ... ich schaue die Filme, wenn möglich, im Originalton. In der Regel schalte ich noch kurz auf die deutsche Tonspur, nur um eine groben Eindruck der Synchronisation zu bekommen. Die ist mir hier leider negativ aufgefallen. Das wirkt schon alles ziemlich hölzern. Da ist man besseres gewöhnt.

Unsere Wertung

Etwas Besonderes sollte man nicht erwarten, und wer hier eine Film auf 'Grudge' Niveau erwartet, wird auf jeden Fall enttäuscht. Alle anderen können sich auf knappe achtzig Minuten kurzweilige Unterhaltung freuen. Die Atmosphäre stimmt, die Schreckmomente sitzen und die Schauspieler störe nicht. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten. Wer möchte, kann den Film ab sofort bei Amazon bestellen. Ich würde allerdings eher eine Ausleihe empfehlen, oder so lange zu warten bis der Streifen auf den heimischen Streamingservices aufschlägt.



Flug 7500 (2014)
Kritik von Frank Voigts am 04. September 2014
Kurzweilige Gruselunterhaltung vom 'The Grudge' Schöpfer
2 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.