16. Oktober 2014

'Wer - Das Biest in dir' (2013) Filmkritik

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Okay, ich verrate jetzt ein wichtigen Punkt der Geschichte. Bevor jetzt aber wieder alle rumschreien ... ich meine, der Film heißt 'Wer' und auf dem Poster ist ein riesiger, haariger Mann zu sehen. Der Trailer ist in diesem Punkt auch nicht grade zurĂŒckhaltend. Also, der Killer ist ein Werwolf. So. Jetzt, wo wir das geklĂ€rt haben, kommen wir zur eigentlichen Geschichte des Films. Das sollte relativ schnell gehen, denn allzu viel gibt es da nicht zu erzĂ€hlen.

Nahe einem Dorf in Frankreich wird eine amerikanische Familie beim Campen angegriffen. Der Mann und der kleine Sohn werden aufs Übelste zerfleischt und ĂŒberleben nicht. Lediglich die Frau kann sich schwer verletzt in Sicherheit bringen. Sie kann im Krankenhaus noch eine Aussage machen und stirbt kurz darauf. Sie spricht von einem riesigen Mann, der stark behaart ist und sich mit unglaublicher Geschwindigkeit bewegt. Ein VerdĂ€chtiger ist schnell gefunden, denn die Beschreibung passt genau auf Talan Gwynek (Brian Scott O'Connor in seiner ersten Rolle). Gwynek leidet unter einer genetisch bedingten Krankheit, deren Symptome unter Anderem riesen Knochenwuchs und starke Behaarung sind.

Criminal Werewolves

Kate Moore, eine amerikanische AnwĂ€ltin die in Frankreich lebt, stellt sich als Pflichtverteidigerin zur VerfĂŒgung. Zusammen mit einem privaten Ermittler und einem Experten fĂŒr Tierangriffe macht sie sich an die AufklĂ€rung des Falles. FĂŒr sie ist klar, daß dieses Massaker nur von einem Tier angerichtet werden konnte. Im Laufe des Films stoßen sie auf Beweise, das die lokale Verwaltung scharf auf das Land der Gwyneks ist, und Talan prima als SĂŒndenbock taugt. Mit der Verhaftung ist er aus dem Weg und nur noch seine schwĂ€chliche Mutter lebt auf dem riesigen GrundstĂŒck. Auch der Unfalltod von Talans Vater, ein Jahr zuvor, scheint nicht ganz astrein gewesen zu sein. Das alles macht unsere Verteidiger mehr als skeptisch.

Gavin, der Pathologe, glaubt, daß Talan unter einer seltenen Krankheit leidet, die ihn unter UmstĂ€nden nahezu bewegungsunfĂ€hig macht. Trifft dies zu, kĂ€me er nicht mehr als TĂ€ter in Frage. Gegen den Willen des zustĂ€ndigen Kommissars (Sebastian RochĂ©) setzt Kate (A.J. Cook aus 'Criminal Minds') eine Untersuchung in einer Spezialklinik durch. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wird Talan in die Klinik gebracht und dort mehreren Tests unterzogen. Bei Stroboskoptest bekommt Talan einen Anfall, tötet mehrere Menschen und flieht. Eine Jagd durch die Stadt mit einem Ă€ußertst blutigen Ende folgt. Talan kann erneut flĂŒchten.

Es kommt zum Showdown in Talans Haus und den HĂ€hlen in der NĂ€he, bei dem wieder diverse Menschen ihr Leben lassen. Auch Talan wird mehrfach angeschossen und fĂŒr tot erklĂ€rt. Beim Überstellen der Leiche in die Gerischtsmedizin erwacht Talan aber wieder zum Leben und kann dem Convoy erneut entkommen. An dieser Stelle brechen wir ab, denn das Ende des Films solltet ihr selber sehen. Vielleicht noch dieses: Talan ĂŒberlebt nicht. Wer ihn zur Strecke bringt, warum und wieso er/sie das kann verraten wir nicht. Es gibt aber nicht allzu viele Werwolffilme, bei denen Niemand gebissen wird und sich spĂ€ter selber verwandelt, oder (zwinker)?

Unsere Wertung

Was am Ende bleibt ist ein unterhaltsamer Film mit einer neuen Herangehensweise an eine jahrhunderte alte Geschichte. Die eine oder andere nette Wendung und eine kompetente Umsetzung wissen zu gefallen. Die Actionszenen sind schnell und meistens blutig und wirken trotz Budget CGI nicht allzu fehl am Platze. Zuviel sollte man aber nicht erwarten, denn es handelt sich um eine relative Low Budget Produktion. Die Jump Scares sitzen, obwohl man sich hier hauptsÀchlich auf extreme LautstÀrke verlÀsst. Das bisschen Gore geht bei der FSK 18 freigabe auch in Ordnung. Mehr kann ich an dieser Stelle wirklich nicht sagen. Guter Durchschnitt eben. Wer (na?) möchte, kann sich 'Wer' ab sofort bei amazon.de bestellen.



Wer (2013)
Kritik von Frank Voigts am 16. Oktober 2014
Solider Werwolf Schocker mit ein par netten Ideen
2.5 Star Rating

Die Blu-Ray fĂŒr diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur VerfĂŒgung gestellt.