30. Oktober 2014

'Death Do Us Part' (2014) Filmkritik

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Beim letzen Mal habe ich mich über nicht überspringbare Trailer auf Blu-Rays aufgeregt. Heute müssen wir uns über fehlende Original-Tonspuren unterhalten. Wirklich? In der heutigen Zeit, mit gefühlten fünfundachtzigtausend Gigabyte Speicherplatz auf einer Scheibe, und die originale Tonspur fehlt. Es ist auch nicht so, dass auf der Blu-Ray noch eine 3D oder 4K Version zu finden wäre. Auch beim Zusatzmaterial sieht es eher mau aus. Hatte ich erwähnt, dass neben dem eigentlichen Film auch noch ein Trailer zum Selben verfügbar ist? Auf der gleichen Disc. In Anbetracht der Tatsache, dass Trailer Werbung für einen Film sind (den ich aber schon gekauft habe), scheint dieses Feature hirnlos ohne Ende. Aber jetzt kommt der Knaller ... der Trailer ist in Originalsprache verfügbar. Das Alles wäre nicht so schlimm, wenn die deutsche Synchro wenigstens halbwegs zu gebrauchen wäre. Dem ist leider nicht so.

So Blutdrucktropfen nehmen und ab zur Story. Kennedy, die aus einer Wohlhabenden Familie stammt, und Ryan sind schwer verliebt und wollen in einer Woche heiraten. Dumm nur, dass keiner der beiden bis jetzt einen vernünftigen Junggesellenabschied gefeiert hat. Das geht natürlich gar nicht. Das denken sich auch ein paar Freunde der beiden und organisieren ein Wochenende in einer abgelegene Ferienhütte am See. Die Braut ist zwar gestresst, lässt sich aber breitschlagen und die kleine Gruppe macht sich auf ins Partywochenende. Neben dem Brautpaar sind auch der beste Freund sowie ein Cousin des Bräutigams, die beste Freundin der Braut und ihre Schwester mit an Bord.

Wer hat den eingeladen

Warum der Cousin dabei ist, erschließt sich nicht wirklich, denn eingeladen hat ihn anscheinend niemand. Auch scheint er seine eigenen Ziele zu verfolgen. Zwischen den anderen Teilnehmern gibt es anscheinend einiges an unbewältigten Altlasten. So scheint Jeder mit Jedem einmal auf die eine oder andere Art verbandelt gewesen zu sein. Dazu später mehr. Am Ziel angekommen, stellt sich die Partyhöhle als ziemlich heruntergekommene Hütte heraus. Der Verwalter ist auch ein ziemlich finsterer Geselle, der absolut keinen Spass versteht. Was folgt, sind ca. 45 Minuten Beziehungsgeplänkel und andere Konfrontationen. Der Ehemann betrügt die Braut, der Cousin will Geld erpressen, der Freund will eine alte Beziehung mit der Schwester wiederbeleben. Solche Sachen. Warum der Film soviel Wert auf diese zwischenmenschlichen Interaktionen legt, bleibt schleierhaft, denn die sind weder relevant für den weiteren Verlauf, noch interessant inszeniert. Irgendwie muss die Zeit aber wohl gefüllt werden.

In der Nacht wird's dunkel

Spät in der Nacht verschwindet mit einem Mal einer aus der Gruppe und man macht sich auf zur nächtlichen Suche im Wald. Natürlich wird der leblose Körper gefunden und alles deutet auf den unheimlichen Verwalter als Täter hin. Von hieran heisst es jeder für sich selber. Es folgen einige wackelige Jagdszenen im dunklen Wald, mit ein paar miserablen Gore Einlagen. Die Effekte sind so schlecht, das man bei einer Szene, in der ein paar Finger abgehackt werden, das Licht durch die Gummifinger scheinen sieht. Das ist zwar eine Low Budget Produktion, aber das haben wir schon viel besser gesehen. Dann am Ende eine nette Wendung, die die Story im völlig neuen Licht erscheinen lässt und zwei Minuten später noch eine Wendung (Doppelwendung!!!) und der Film ist vorbei. Gott sei Dank.

Unsere Wertung

84 Minuten plus Abspann sind für diese Geschichte einfach viel zu lang. Die komplett belanglose Geschichte der ersten Hälfte und die gestelzten Dialoge helfen kein bisschen. Die Schauspieler kennen nur zwei Aggregatzustände: komplett leblos oder schreiend ausflippen, beides übrigens wenig überzeugend. In einer Minirolle ist übrigens Aaron Douglas (Chief Galen Tyrol aus 'Battlestar Galactica') zu sehen. Entweder schuldet er den Produzenten noch einen Gefallen, oder die haben irgendetwas gegen ihn der Hand. Anders kann man sich den zweiminütigen Auftritt nicht erklären. Douglas ist mindestens drei Nummern zu groß für diesen Film. Die Spannung tendiert gegen null, Schreckmomente sind Fehlanzeige und Action ist amateurhaft inszeniert. Wer neugierig ist, sollte den Film erst einmal ausleihen oder auf Streaming warten. Wer Geld zu verbrenne hat, kan sich die Blu-Ray bei amazon.de bestellen.



Death Do Us Part (2014)
Kritik von Frank Voigts am 30. Oktober 2014
Maues Gejage im dunklen Wald
2 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.