19. November 2014

'WolfCop' (2014) Filmkritik

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Endlich mal wieder eine B-Movie Horrorkomödie, die sich nicht allzu ernst nimmt. Das ein Film dieses, leider selten gewordenen, Genres nicht komplett in stumpfen Kifferwitzen oder Belanglosen Tittenszenen versumpft, ist mit Hochachtung zu begegnen. Wie 'WolfCop' (großes C) das schafft, sehen wir uns jetzt einmal genauer an (keine Angst, das Gemecker wegen nicht überspringbarer Trailer kommt am Ende).

Wir begleiten Officer Lou Garou (Leo Fafard), ein alkoholabhängiges und extrem faules Mitglied der örtlichen Polizei. Überhaupt scheint es mit der Poilzeipräsenz nicht besonders weit her, denn die Stadt ist ziemlich heruntergekommen und die kriminellen Elemente haben quasi freie Hand. Als Lou eines Abends einem Anruf wegen nächtlicher Ruhestörung nachgeht, wird er überfallen, betäubt und als Opfer in einem Ritual missbraucht. Am nächsten Tag wacht er zuhause auf, und bemerkt die ersten Veränderungen.

Keine Story ist eine gute Story

Lange Rede, kurzer Sinn ... Lou verwandelt sich in einen Werwolf und geht von hier an als WolfCop auf Streife. Das ist es im Prinzip auch schon mit der Story. Es gibt noch zwei weitere Handlungsstränge mit dem örtlichen Drogendealer und dem eigentlichen Kult, der die Verwandlung eingeleitet hat. Die Drogendealerstory ist hauptsächlich für die Actioneinlagen verantwortlich und die Seite mit dem Kult bietet etwas Hintergrund zur Verwandlung zum Wolf und welchem Ziel das eigentlich dienen soll. Beide Storystränge sind aber nur Mittel zum Zweck.

Seien wir ehrlich, wir sind nicht wegen der Geschichte hier. Das wissen auch die Macher von 'WolfCop'. Folgerichtig liegt der Schwerpunkt auch auf Comedy, Action und Gore. Das fängt schon mit dem Vorspann an, wo wir eine Action Montage allererster Kajüte sehen, die Eins-zu-eins aus einem Achtziger Actionreisser stammen könnte. Gut gemacht. Auch bei der Ausstattung des Films wurde eine Ära Mitte bis Ende der Achtziger Jahre angepeilt. Die Handys sind entsprechend groß und die Autos eckig. Aber wie gesagt, die Story ist nur Beiwerk und das Ende des Films ist auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

Wolfpenis!

Aber die Umsetzung passt. So wie ich das beurteilen kann, wurde komplett auch CG verzichtet und alles mit praktischen Effekten realisiert. Das reicht von abgerissenen Armen, Gesichtern und anderen Gliedmassen bis zu den üblichen Kopfschüssen und diversen Hieb-, Stich- und Prankenverletzungen. Schon erstaunlich, was man heute so alles unter FSK 16 freigegeben bekommt. Ein Highlight ist sicherlich die erste Verwandlung zum Werwolf. Die Werwolfmaske selber ist zwar nicht so der Bringer (ist wohl bewusst an den Wolfman der Vierziger Jahre angelehnt), aber die Transformation in 'WolfCop' ist wohl einmalig. Muss man gesehen haben ... hier kurz die Highlights. Am Tag nach dem Ritual muss Lou Blut pissen. Wir sehen sein bestes Stück in Großaufnahme, als sich das Ding plötzlich von innen nach aussen krempelt und als megahaariger Knüppel in die Kamera plonkt. Ich habe selten so gelacht.

Unsere Wertung

Die Sprüche sind größtenteils nicht allzu peinlich und die Dialoge durchaus unterhaltsam. Die schauspielerischen Leistungen gehen durch die Bank von solide bis Amateur. Das stört aber nicht wirklich. Was hier mit einem Mini-Budget auf die Beine gestellt wurde ist auf jeden Fall genug für einen unterhaltsamen Abend. Meine Empfehlung wäre eine Ausleihe, oder ihr wartet, bis da Teil irgendwo gestreamt wird. Wer sich das Ding ins Regal stellen möchte, kann die Blu-Ray ab sofort bei amazon.de bestellen.



WolfCop (2014)
Kritik von Frank Voigts am 19. November 2014
Launiger B-Movie Horror
3 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.