01. Februar 2015

'The Second Coming - Die Wiederkehr' (2014) Filmkritik

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Die Chens sind frisch verheiratet und leben mit ihrem kleinen Sohn in einer Bruchbude am Rande der Stadt. Eines abends wird die junge Braut vergewaltigt. Nach ein paar Wochen stellt sich heraus, daß sie schwanger ist. Ihr Mann ist außer sich und macht kurzen Prozess mit dem Vergewaltiger. Die Frau versucht das Kind noch in Eigenregie abzutreiben, was aber misslingt. Auf dem Weg ins Krankenhaus wird der Krankenwagen in einen Unfall verwickelt und die ganze Familie (inklusive Sohn) wird schwer verletzt. Wir springen circa fünfzehn Jahre weiter und das ungewollte Kind, eine Tochter, ist mittlerweile Teil der Familie. Der Sohn studiert Medizin, während seine Teenager Schwester noch zuhause wohnt und zur Schule geht.

Zu ihrem Geburtstag bekommt sie einen Welpen geschenkt, der sich kurz darauf ausbüxt und etwas im Wald ausbuddelt. Es handelt sich hierbei um ein Einmachglas mit einer seltsam, grün leuchtenden Substanz. Die Tochter nimmt das Glas selbstverständlich mit nach Hause und versteckt es. Von diesem Zeitpunkt an hat sie unheimliche Visionen und es geschehen andere unerklärliche Dinge im Haus. Zuerst denkt die Familie an eine psychische Störung und bringt die Tochter zu einem Experten. Es kann nichts außergewöhnliches festgestellt werden und so kommt sie wieder nach hause.

Eskalation

Als die Vorfälle immer schlimmer werden, sucht die Mutter sogar Hilfe bei einer Exorzistin. Auch dies zunächst ohne Erfolg. Die Zwischenfälle eskalieren immer weiter, bis der Vater schließlich schwer verletzt im Krankenhaus landet. Die Mutter macht noch einen letzten Versuch und mobilisiert die Exorzistin, aber auch das schlägt fehl. Dann geht es noch unnötigerweise etwas weiter hin und her und es stellt sich heraus (ACHTUNG SPOILER), das sie damals mit Zwillingen schwanger und eines der Kinder abgetrieben hat. Das kommt jetzt zurück und versucht Rache zu nehmen. Dann noch die obligatorische Wendung am Schluss und fertig ist der Asien Schocker.

Oh, hatte ich das noch nicht erwähnt? Es handelt sich um eine Hong Kong Produktion von Regisseur Herman Yau, der sich mit den 'Ip Man' Filmen einen Namen gemacht hat. Leider reicht 'The Second Coming' auch nur annähernd an seine älteren Filme heran. Die Geschichte erinnert sehr stark an einen 'Damien' für Arme und die Umsetzung mutet vorschnell und teilweise stümperhaft an. Die CG Effekte zum Beispiel sind unterste Schublade. Hier erwartet man heute schon von Studentenfilmen bessere Qualität.

Die paar Jump Scares sitzen nicht und die allgemeine Atmosphäre ist auch alles andere als gruselig. Die Musik passt nicht wirklich und die Schauspieler wirken etwas lustlos. Alles irgendwie nur halb garer Kram. Die ruhige, unangenehme Atmosphäre, die man von Horrostreifen aus dem asiatischen Raum gewohnt ist und schätzt, fehlt hier völlig. Die Geschichte ist Standardware mit einer erzwungenen Wendung, die selbst 'Dallas' Fans die Schamröte ins Gesicht treibt. Bobby lässt grüßen. Ältere Semester wissen, was ich meine.

Unsere Wertung

Was am Ende bleibt, ist ein unterdurchschnittlicher Film, der über weite Strecken gezwungen wirkt und versucht mit schockierender Handlung Punkte zu machen. Die FSK 18 Einstufung rührt wohl von der versuchten, sehr grafischen, Abtreibungszene. Anders kann ich mir das wirklich nicht erklären. Besonders blutig ist der Film nämlich sonst nicht. Wer zufällig in der Stimmung für einen mittelmäßigen asiatischen Geisterstreifen ist kann 'The Second Coming - Die Wiederkehr' ab sofort bei Amazon (auch in 3D) bestellen. Viel Spass damit.



The Second Coming - Die Wiederkehr (2014)
Kritik von Frank Voigts am 01. Februar 2015
Unterdurchschnittlicher Geisterstreifen aus Hong Kong
2 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.