08. Oktober 2015

The Voices (2014) Filmkritik

Ahh, endlich mal wieder ein gute Horrorkomödie. Wer kann da schon 'Nein' sagen. Die Besetzung macht schon einmal Lust auf mehr. Mit Ryan Reynolds, Gemma Arterton und Anna Kendrick gehen hier Leute an den Start, die sich schon in Richtung Comedy bewiesen haben. Ein Blick auf den die Regisseurin macht das schon etwas stutzig. Marjane Satrapi hat bis jetzt eher durch schwere Kost auf sich aufmerksam gemacht. Mit dem Comic 'Persepolis' und dem daraus entstandenen, gleichnamigen Film hat sie ihre Vergangenheit im Iran zur Zeit der Islamischen Revolution aufgearbeitet. Der Sprung zu einem lockeren Horrorstreifen könnte also kaum weiter sein.

Kurz und schmerzlos

Die Story ist schnell erzählt: Jerry arbeitet in einer Fabrik für Badwannen und hat sich in eine Kollegin verguckt. Natürlich stellt er sich in seinem Werben nicht besonders geschickt an und so lässt er sich von seiner Katze und seinem Hund in Sachen Romantik beraten. Jawohl, Jerry spricht mit seinen Haustieren. Es kommt, wie es kommen muss und der Kopf von Jerrys Auserwählten landet in seinem Kühlschrank. Dies ist für ihn allerdings kein Hinderungsgrund nicht die eine oder andere Unterhaltung mit besagter Dame zu führen.

Im Prinzip ist es da auch schon in Sachen Story. Diverse kleine Nebenhandlungen verlaufen im Sande und nichts sticht wirklich heraus. Satrapi hat dem ganzen Film einen stylischen Look gegeben, der alles leicht unrealistisch wirken lässt. Dies wird nur unterbrochen, wenn Jerry seine Medikamente nimmt und seine Welt im realen Licht sieht. plötzlich ist seine Wohnung nicht mehr ganz so schick und aufgeräumt.

Unsere Wertung

Die Dialoge wollen mit Gewalt clever sein und fallen dabei meistens flach. Die Story ist auch nicht wirklich originell und die Schauspieler liefern leider nur das Nötigste. Was bleibt, ist ein durchschnittlich witziger Horrorfilm mit relativ wenig Gore und die Frage, warum Frau Satrapi sich ausgerechnet für dieses Projekt entschieden hat. Es scheint doch arg entfernt von ihrer bisherigen Berufung zu liegen. Nicht, das ein Regisseur auch einmal was anderes machen kann, man merkt aber deutlich, das sie sich hier vielleicht ein bisschen übernommen hat. Vielleicht wäre eine 'normale', leichte Komödie der nächste, logische Schritt gewesen. Alle die-hard Ryan Reynolds Fans können den Film ab sofort auf DVD oder Blu-ray bei amazon.de bestellen.



The Voices (2014)
Kritik von Frank Voigts am 08. Oktober 2015
Mittelmässig witzig und blutarm.
2.5 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.