09. Oktober 2015

Bunker (The Hoarder - 2015) Filmkritik

Ella will heiraten. Das ist soweit ein schöne Sache, wäre da nicht der vage Verdacht, das ihr Zukünftiger sie betrügt. Der Gute hat nämlich kurz vor dem großen Tag noch diversen Privatbesitz vor Ella in einem gemieteten Lagerhaus untergebracht. Ella will auf jeden Fall sichergehen und rekrutiert ihre beste Freundin um mit ihr die mysteriösen Gegenstände zu begutachten. Das sie dafür in das Lagehaus einbrechen müssen, schreckt die beiden nicht ab. Auf ins Abenteuer. 'Bunker' verliert keine Zeit mit großartigem Setup und so finden wir uns schon nach ein paar Minuten mit unseren beiden Heldinnen direkt vor besagtem Lagerhaus.

Etwas Charme beim Angestellten am Nachtschalter und man erfährt, dass sich der gesuchte Lagerraum im dritten Untergeschoss befindet, zu dem aber eigentlich niemand mehr Zutritt hat, da er schon seit Jahren nicht mehr genutzt wird. Das klingt zwar leicht verdächtig, hält unsere beiden Detektive aber nicht weiter auf. Kurzerhand den Fahrstuhl geknackt und abwärts geht es. Als sie den Lagerraum des zukünftigen Ehegatten erreicht haben, machen die beiden eine Entdeckung, mit der wohl niemand gerechnet hat.

Monster Closet

Beim öffnen der Tür lassen sie ein Wesen frei, das kurzen Prozess mit Ellas Freundin macht und ihr ohne lange zu fackeln die Kehle heraus reisst. Ella flieht und schafft es in das nächsthöhere Stockwerk, als sie einem Zivilpolizisten in die Arme läuft. Die beiden machen sich auf den langen Weg zum Ausgang, immer mit unserem blutrünstigem Monster im Nacken. Auf dem Weg werden noch ein paar Kunden aufgelesen, die aber meistens keine besonders hohe Lebenserwartung haben. Das ist sie denn auch schon, die Geschichte von 'Bunker'. Ein Kleine Gruppe Fremder auf der Flucht vor einem Monster in dunklen, engen Gängen und Räumen.

Versteht mich nicht falsch, obwohl man dieses Konzept schon hundertfach gesehen hat, setzt Regisseur Matt Winn die Geschichte her ganz solide um. Die Schreckmomente sitzen und ab und zu wird es auch recht blutig. Abwechslung beim Set gibt es leider keine. Neunzig Minuten dunkle, dreckige Korridore mit defekten Leuchtstoffröhren. Gähn. Auch die aufgelesenen Mitstreiter stellen sich wenig Facettenreich dar. Jeder hat etwas zu verbergen in seinem kleinen Abstellraum und bedient alle gängigen Klischees des Horrorgenres. Barton und Robert Knepper als Cop stechen positiv aus der Menge heraus, was aber auch nicht wirklich schwer ist und nicht überbewertet werden sollte.

Unsere Wertung

Solltet ihr euch 'Bunker' ansehen? Es gibt auf jeden Fall schlimmeres. Wer sich nicht von immer gleichen Set-Design, den auch noch so ausgelutschten Horrorklischees und Charakteren, die absolut gegen jede Logik handeln abschrecken lässt, kann ruhig eine Blick riskieren. Die Atmosphäre größtenteils ist angenehm gruselig, wenn auch wenig abwechslungsreich, und die wenigen Schreckmomente sitzen. Von der Wendung am Ende (natürlich) hätten die Macher besser die Finger gelassen, versauen tut es den Film im Nachhinein aber dann doch nicht wirklich. Solide, aber nichts besonderes. Ab jetzt erhältlich zu leihen oder kaufen bei amazon.de.



Bunker - Es gibt kein Entkommen (The Hoarder - 2015)
Kritik von Frank Voigts am 09. Oktober 2015
Solider aber nichts besonderes aus der Abteilung 'Monster in dunklen Gängen'
2.5 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.