14. August 2014

'THE LAST DAYS ON MARS' (2013) FILMKRITIK

SCHWEINE IM WELTALL!!! Moment. Zombies, natürlich ... ZOMBIES IM WELTALL!!! Ich bin ein großer Fan von Weltraum-Horror. Angefangen bei den 'Alien' Filmen über 'Event Horizon' bis zu allerlei B- und C-Filmchen dieses Genres kann ich so ziemlich alles anschauen, ohne das es langweilig wird. Und ja, ich finde 'Jason X' durchaus unterhaltsam. Nur damit wir hier schon einmal eine Richtung vorgeben. Mit 'The Last Days on Mars' haben wir hier also den neusten Versuch Science Fiction mit Horror zu verbinden. Ob es gelingt, erfahrt ihr jetzt.

In nicht allzu ferner Zukunft, hat die Menschheit eine Forschungsstation auf dem Mars eingerichtet, auf der eine kleine Gruppe Wissenschaftler diverse Forschungen anstellt. Am Tag vor dem Abflug zurück zur Erde, alles ist schon verpackt und reisefertig, stößt einer der Forscher in einer Bodenprobe auf eine Anomalie. Er vermutet den Beweis für Leben auf dem Mars und behält die Entdeckung erst einmal für sich. Unter einem Vorwand macht er sich auf den Weg zur Fundstelle der Probe, um weitere Untersuchungen anzustellen.

Beim entnehmen weiterer Bodenproben vor Ort gibt mir einem Mal der Boden nach und der Forscher wird in einer unterirdischen höhle verschüttet. Auch ein weiteres Teammitglied kann das Unglück nicht verhindern. Als auch ein weiterer Bergungsversuch fehlschlägt, findet sich die Mannschaft mit dem Verlust des Kameraden ab und bereitet sich auf die unmittelbare Abreise vor. Wie das im Leben (und in Horrorfilmen) nun aber so spielt, bleiben die totgesagten nur selten lange tot und unser egoistischer Forscherfreund kommt als eine Art Zombie zurück.

Doch nur Zombies

Jawohl, ihr habt es erraten. Die neu entdeckte Lebensform ist ein Virus, das Menschen in wandelnde Tote verwandelt, die Jagd auf Mitglieder ihrer ehemaligen Spezies machen. Womit wir auch schon beim Kern der Sache sind. 'The Last Days on Mars' ist ein Zombiefilm. NIcht mehr und nicht weniger. Das die ganze Sache auf dem Mars spielt, hat leider nur minimalen Einfluss auf die Handlung. Wenn die kleine Forschungsstation auf der Erde in der Antarktis stehen würde, dann hätten wir ein verkehrtes 'Ding aus einer anderen Welt'. Die Handlung wäre exakt die Gleiche, bloß das die Menschen nicht von einem ausserirdischen Parasiten befallen werden, sondern weil sie auf dem Mars selber die Ausserirdischen sind, von einem Einheimischen.

Ansonsten werden Menschen gejagt, gebissen und verwandelt. Der Mars ist zwar eine nette Abwechslung in der Szenerie, das hat man aber alles schon oft (und oft auch besser) gesehen. An der Umsetzung kann man nicht wirklich etwas aussetzen. Die CG Effekte sind kompetent und fallen nicht störend auf. Das Drehbuch ist zwar erschreckend einfallslos (ein Zombiefilm von der Stange eben), beleidigt aber auch nicht die Intelligenz des Zuschauers mit Haarsträubenden Ungereimtheiten (wenn man von Zombies auf dem Mars einmal absieht). Kameraarbeit geht soweit auch in Ordnung und vermeidet dankenswerter Weise Einstellungen, in denen man bei absoluter Schwärze nicht sehen kann. Die gefürchtete Wackelkamera glänzt auch durch Abwesenheit. Gut so.

Unsere Wertung

Man sollte von 'The Last Days On Mars' keine Wunderdinge erwarten. Wer Zombiefilme und/oder Science Fiction Filme mag, kann beruhigt zugreifen. es wird für neunzig Minuten solide Unterhaltung gesorgt, ohne das mann die Hände über dem Kopf zusammen schlagen muss. Liev Schreiber, als desillusionierter Mission Specialist mit Klaustrophobie und gravierenden privaten Problemen, spielt in typischer Manier grundsolide. Auch Elias Koteas als Kommandant hat man schon schlechter gesehen. Oscar verdächtig ist das alles nicht, das wird aber wohl auch niemand bei dieser Art Film erwarten. Ein kurzes Wort zur Jugendfreigabe. FSK 12. Viel Blut und Gedärme solltet ihr also nicht erwarten. Auf der Disc ist zwar das FSK 16 Logo drauf, das bezieht sich aber nur auf das Zusatzmaterial. Wer möchte, kann den Film bei Amazon bestellen.



The Last Days On Mars (2013)
Kritik von Frank Voigts am 14. August 2014
Solider Zombiefilm mit ausserirdischer Kulisse
2.5 Star Rating

Die Blu-Ray für diese Kritik wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.